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Der schiefe Turm von Suurhusen

Bekannt für seine Rekorde ist Ostfriesland schon: Land der Teetrinker, Weltmeister im Boßeln – man könnte die Liste beliebig lang fortsetzen. Doch – wer hätte das gedacht – auch vor der Architektur macht das Land fern der A 31 keinen Halt: Der schiefste Turm der Welt steht nicht etwa in Pisa …

… sondern tatsächlich in Ostfriesland. Und wer das nicht glauben mag, der fährt am besten selbst einmal nach Suurhusen bei Hinte und überzeugt sich mit eigenen Augen. Mit einer Neigung von 5,07 Grad ist der Kirchturm sogar um 0,64 Grad schiefer als sein berühmter Kollege, was ihm einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde einbrachte.

Doch früh übt sich, wer einmal der Welt schiefster Turm werden will: Bereits 1885 wurde ein Überhang festgestellt. Nach der Entfernung eines Dachreiters 1926 war das weitere Absinken des Türmchens vorprogrammiert. Von 1,15 m 1929, steigerte er sich bis 1980 auf ganze 2,34 m Überhang. Dies bedeutete zunächst keinen Ruhm, sondern ab 1970 die sicherheitsbedingte Schließung der Kirche. Restaurationsarbeiten waren aus finanziellen Gründen erst ab 1982 wieder möglich. Mit der Hilfe vieler fleißiger Senioren konnte der Turm zu neuer Größe finden. Seit 1989 sorgt nun ein Stahlkorsett für Sicherheit und erlaubt Besuchern den risikofreien Besuch des schiefen Rekordhalters.

Kirchenführungen werden noch bis zum 31. Oktober täglich von 10.30 – 13.00 Uhr und von 15.30 – 18.00 Uhr angeboten. Weitere Informationen rund um den schiefen Turm gibt es unter http://www.kirche-suurhusen.de/

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