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Plattdeutsche Zeitschrift aus Ostfriesland: DIESEL – dat Stiekelbladd up Platt

Wer sich für plattdeutsche Literatur, Sprache und Kultur mit Schwerpunkt Ostfriesland interessiert, muss schon sehr lange suchen, um ein interessantes und erschöpfendes Informationsmedium zu finden. Weitaus mehr als nur ein Geheimtipp ist das DIESEL-Magazin. Die Zeitschrift, die vollständig in plattdeutscher Sprache geschrieben ist, erscheint seit nunmehr 15 Jahren. Im Juni 2007 erschien Ausgabe Nr. 60. Besonders beliebt ist das Magazin vor allem bei den Einwohnern Ostfrieslands. Nach Angaben des Herausgebers sind über 90 Prozent der Abonnenten waschechte Ostfriesen.

Das Blatt, das wegen seiner kritischen und mitunter aufmüpfigen Art landläufig auch unter dem Namen „DIESEL – dat Stiekelbladd up Platt" fingiert, erscheint viermal im Jahr (Februar, Juni, September und November). Im Jahres-Abonnement kostet es zwölf Euro, das Porto ist hier bereits inklusive. Einzelhefte, die es auch in ausgewählten Geschäften und Zeitschriftenläden gibt, schlagen mit drei Euro pro Heft zu Buche.

Herausgeber und Redaktion des DIESEL-Magazins arbeiten eng zusammen mit dem Verein Oostfreeske Taal und dem Arbeitskreis ostfriesischer Autoren und Autorinnen (=WArkkopppel oostfreeske SChrieverslü), so dass die sprachliche und inhaltliche Qualität der Beiträge sichergestellt ist. Wie gut das Heft ist, zeigt übrigens die Tatsache, dass Auto- und Mineralölkonzerne für DIESEL werben. Oder ist etwa noch keinem das Wort Diesel an nahezu jeder dritten Zapfsäule bzw. im Rahmen von Werbeanzeigen für Automobile aufgefallen?

Wer mehr über diese wohl einzigartige plattdeutsche Zeitschrift mit Kultcharakter erfahren möchte, kann der Redaktion auf diesel-online.de auf den Zahn fühlen. Die in dem Online-Magazin eingestellten, hochinteressanten Beiträge gehören zwar nicht zu den Heftinhalten, vermitteln aber einen ersten Eindruck.

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