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Ostfriesen vergehen nicht (so schnell)

Dass Unkraut nicht vergeht, ist hinlänglich bekannt. Dass dies jedoch auch für einige abgelebte Ostfriesen gilt, zeigte sich erst kürzlich in der Gemeinde Ostrhauderfehn, wie die OZ berichtet. Hier entdeckte der evangelisch-lutherische Kirchenvorstand auf dem Friedhof am Untenende seit mehr als 30 Jahren “eingelagerte” Särge, an denen nicht der Zahn der Zeit genagt hatte. Stattdessen sind die Erdmöbel ebenso wie ihre Insassen gut erhalten. Eine wachsähnliche Schicht hatte bei letzteren dafür gesorgt, dass das Antlitz den Betrachtern nahezu frisch und rosig entgegenstrahlte…

…Die große Menge an Wasser, die sich über die Jahre im Boden gesammelt hat sowie fehlende Luft und fehlende Friedhofswege sind die Begründung für den Verwesungsstopp. So ist der im 19. Jahrhundert angelegte Friedhof ursprünglich mit lediglich einem Querweg vorgesehen gewesen. Erst im Laufe der Zeit kamen immer mehr Seitenwege hinzu. Bereits früh zeigten sich Probleme: Da beim Anlegen des Friedhofs Schlick verwendet worden war, konnte herabfallender Regen nicht gut abfließen. Dass dieses Problem jedoch auch die Zersetzung der ruhenden Ostfriesen betreffen könnte – damit hat wohl niemand gerechnet. Nun sollen mögliche Lösungsansätze für den Missstand diskutiert werden.

Egal, wie das Problem gelöst wird, eines ist bereits jetzt klar: Das Beispiel zeigt auf eindrucksvolle, wenn auch etwas makabere, Weise die fast schon sprichwörtliche Zähigkeit der Ostfriesen. Wie gesagt: Ostfriesen vergehen eben nicht (so schnell). ;-)

 

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One Response to "Ostfriesen vergehen nicht (so schnell)"

  1. Jaja, wir sind nicht so schnell “kaputt” zu kriegen!

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