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Wedding Planner: Komfortable Hochzeitsplanung per iPad-App

Im nächsten Jahr ist es soweit, ich werde tatsächlich heiraten. Viele Jahre lang habe ich den Gedanken an eine Heirat verdrängt bzw. mir über den Bund der Ehe überhaupt keine Gedanken gemacht. Warum das so war, weiß ich leider nicht genau. Im heiratsfähigen Alter bin ich jedenfalls schon seit längerem und eine der zentralen Voraussetzungen für eine Hochzeit, nämlich eine liebevolle und heiratswillige Partnerin zu haben, ist seit nunmehr zehn Jahren erfüllt. Eine Hochzeit war mir einfach nicht sonderlich wichtig. Und gefragt wurde ich auch nie. ;-) Ich bin wohl das, was man einen Heiratsmuffel nennt!

Nun aber haben die Planungen begonnen und die Vorfreude auf das Ringfest steigt. Ort und Datum stehen fest, die Gästeliste ist nahezu finalisiert, die Kirche reserviert und auch die Pfarrerin ist vorgewarnt. Sogar die Location ist ausgewählt und bereits fest gebucht. Derzeit beschäftige ich mich mit der Sitzplanung für die abendliche Feier. Dabei hilft mir eine sehr nützliche iOS-App, die ich euch gerne näher vorstellen möchten.

Die Rede ist vom „Wedding Planner“, einer iOS-App speziell fürs iPad, die als Besonderheit einen Sitzplaner enthält. Mit einem Preis von 7,99 Euro ist die App sicherlich kein Schnäppchen und zählt zu den teureren Apps im App-Store. Vergleichbare Alternativen habe ich bei meiner Suche im App-Store jedoch nicht gefunden. Es gibt zwar fürs iPhone diverse Hochzeits-Apps, mit denen man todo-Listen erstellen und pflegen kann, Budgets verwalten oder sich Anregungen und Tipps für die Hochzeit holen kann. Der Sitzplaner der „Wedding Planner“-App ist aber unique. Daher habe ich mir diese App zugelegt, zumal die acht Euro schließlich nur ein Bruchteil der anfallenden Hochzeitskosten sind. Ob sich die Investition gelohnt hat?

Die App ist zügig installiert und über ein Icon mit der Bezeichnung „Wedding Plans“ in Sekundenschnelle aufgerufen. In deutscher Sprache gibt es die App

leider nicht, sie ist jedoch intuitiv bedienbar, und daher für jedermann geeignet. Wer des Englischen mächtig oder auch nicht mächtig ist, trägt zunächst die Namen von Braut und Bräutigam ein, und fügt das Datum für Verlobungs- und Hochzeitstag hinzu. Anschließend blickt man auf eine aufgeräumt wirkende Übersichtsseite, die den modernen Hochzeitsplaner in einer Kurzfassung über den Status der Hochzeitsplanung informiert.

Von der Übersichtsseite aus, einer Art Dashboard, gelangt man zu den einzelnen Werkzeugen der Planer-App. So kann man beispielsweise eine todo-Liste anlegen, eine Gästeliste erstellen, den Tagesablauf für den Hochzeitstag minutiös festlegen und Notizen auf virtuellen Post-It-Zetteln anlegen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, eine Dankeschön-Liste (benötigt man diese? Wer kommt denn ohne Geschenk zu einer Hochzeit?) anzulegen und die Ausgaben für die Hochzeit in einem Budget-Planer festzuhalten. Im Prinzip sind die Anwendungen allesamt recht einfach gehalten, erfüllen aber durchaus ihren Zweck.

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Das Dashboard des Wedding Planners.

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Die todo-Listen-Anwendung warnt mich beispielsweise, wenn Aufgaben überfällig sind. Kategorien gibt es allerdings nicht. Mit den vielseitigen Funktionen professioneller todo-Apps wie „Things“ oder „2Do“ ist die todo-Funktion des „Wedding Planners“ also nicht vergleichbar, was ich persönlich sehr schade finde. Ähnlich verhält es sich bei dem integrierten Budgetplaner, der immerhin die Einteilung in Kategorien erlaubt und sogar Anzahlungen respektive Teilzahlungen berücksichtigt. Besonders gelungen ist der Bereich für die Gästeliste. Kontakte und Adressen lassen sich etwa von Hand eingeben oder aus der Kontaktliste des Telefon-/Adressbuches importieren. Ebenso möglich ist der Import von Facebook-Freuden. Die Gästeliste bietet mir zudem die Möglichkeit, Zu- und Absagen zu notieren.

Das Highlight der Hochzeitsplaner-App ist aber zweifellos der Sitzplaner, mit dem man Tische erstellen, anordnen und mit Personen aus der Kontaktliste besetzen kann. Die Anwendung überzeugt und macht richtig Spaß, denn die Tische können mit dem Finger ganz einfach an die gewünschte Stelle verschoben werden. Zuvor wählt man aus, ob man einen runden, viereckigen, rechteckigen oder einen länglichen und einseitig besetzten Tisch aufstellen möchte. Für jeden dieser Tische kann ein Name vergeben und die Anzahl der Sitzplätze (bis zu 12 Personen) festgelegt werden. Zudem lassen sich weitere Objekte wie beispielsweise eine Tanzfläche auswählen. Anschließend weist man den Tischen Personen aus dem Kreis der Einladungsliste zu. Die einem Tisch zugeordnete Person wird sofort aus der Auswahlliste entfernt. Ruckzuck sind die Tische so belegt. Änderungen kann man natürlich jederzeit vornehmen. Zudem lassen sich mehrere Sitzpläne erstellen. Der Export der Sitzordnung erfolgt via E-Mail als Grafik- und als CSV-Datei.

Mein Fazit: Der Wedding-Planer hat sich als ein tolles Beispiel für eine nützliche Produktiv-App entpuppt. Die App sieht optisch ansprechend aus und bietet viele sinnvolle Funktionen für die Hochzeitsplanung. Besonders beeindruckend und ausgefeilt ist der Sitzplaner. Wenn man die Gästeliste erstellt hat, kann man wirklich ruckzuck einen ersten Sitzplan erstellen, der als Arbeitsgrundlage für die spätere Tischordnung dient. Allein diese Funktion ist für mich bereits den Preis von acht Euro wert. Gelungen ist zudem das Modul für die Gästelistenverwaltung. An dieser vermisse ich lediglich eine Importmöglichkeit, denn die Adressdaten würde ich lieber bequem an einem PC mit Tastatur eingeben. Wünschenswert wären zudem eine iPhone-App mit Synchronisationsmöglichkeit über Dropbox oder iCloud. Die todo-Listen-Funktion ist des Weiteren sicherlich noch ausbaufähig. Dennoch: Wer eine Hochzeit plant und sowohl in seine Braut als auch sein iPad vernarrt ist, sollte sich diese App ansehen.

Zum „Wedding Planner“ im App-Store geht es hier.

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