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Buy me a pie: Auf Beutezug im Supermarkt mit iPhone und digitaler Einkaufsliste

Wer kennt das nicht: Da kommt man entkräftet vom Einkaufen wieder nach Hause, packt die schweren, überquellenden Tüten aus und vermisst plötzlich eine wichtige Zutat für das geplante Essen. Mist, die Eier fehlen! Um den Familienfrieden zu wahren und das akute Bedürfnis nach Pfannkuchen zu befriedigen begibt man sich sogleich auf eine erneute Shoppingtour. Dummerweise fängt es beim Verlassen der Wohnung auch noch an zu regnen.

Mit einer vor dem Einkauf erstellten Einkaufsliste, die man im Supermarkt abarbeitet, kann man seine Beinmuskeln schonen und die eigene Frisur vor dem Regen schützen. Einziges Manko: Einkaufslisten sind nicht besonders sexy. Wer rennt schon gerne als junger Mensch mit einem Zettel in der Hand durch den Supermarkt? Und von der Liste streichen lassen sich die in den Einkaufswagen gelegten Waren auch nicht. Es sei denn, man kramt noch einen Stift hervor und macht sich zusätzlich lächerlich.

Vor einigen Tagen habe ich Apples App-Store erneut nach sinnvollen Produktiv-Apps durchstöbert. Bei meiner Suche bin ich auf eine iOS-App namens „Buy me a pie“ gestoßen. Eine Shopping-App, mit der man komfortabel Einkaufslisten erstellen kann. Besonders angetan war ich von der Vorstellung, die App über verschiedene Endgeräte hinweg zu nutzen. Perfekt, um hier im Blog das Zusammenspiel zwischen mehreren Endgeräten und der Cloud im privaten Rahmen zu demonstrieren.

„Buy me a pie“ ist eine Universal-App, die sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad funktioniert. Den Preis von 2,39 Euro für die App muss man somit nur einmal bezahlen. Seit Kurzem gibt es eine deutschsprachige Version der App, die man im App-Store unter dem Namen „Einkaufsliste“ findet. Wer die „Einkaufsliste“ zunächst einmal austesten möchte, kann sich auch die kostenlose Demoversion herunterladen.

Vor dem ersten Gebrauch legt man sich Zugangsdaten an, die später für den Zugriff auf die App und die Synchronisation über die Cloud genutzt werden. „Buy me a pie“ alias „Einkaufsliste“ setzt nicht auf iCloud oder Dropbox, sondern synchronisiert über einen eigenen Server, der über www.buymeapie.com auch über das Web erreichbar ist. Mit seinen Zugangsdaten kann man sich im Portal einloggen. Auf der Webseite lassen sich neue Einkaufsliste erstellen und bestehende Einkaufslisten verwalten.

Um eine Einkaufsliste im Web zu erstellen, vergibt man zunächst einmal einen Namen, den man seiner Einkaufsliste zuweist. In einem Listenfeld gibt man nun sein Wunschprodukt ein, also Bananen, Äpfel, Orangen, Melonen etc. Sobald der erste Buchstabe eingegeben ist, wird eine Liste eingeblendet, aus der man bequem seinen Wunschartikel wählen kann. Hinter dem Artikelnamen trägt man zusätzlich eine Mengenangabe ein, also beispielsweise „Bananen 5“ oder „Bananen: 5“. Wer es genauer mag, kann die Mengenangabe spezifizieren, indem man beispielsweise hinter die Zahl noch St., kg, g oder Liter einträgt. Abschließend klickt man auf Synchronisieren, um von iPad oder iPhone auf die Einkaufsliste per App zugreifen zu können.

Zurück zur mobilen Variante: Liegt eine gefüllte Einkaufsliste vor, kann man einfach auf einen der Artikel auf der Liste zu klicken, um ihn zu streichen. Ausgegraut und durchgestrichen erscheint der Artikel nun unterhalb der Einkaufsliste; er kann jederzeit durch einen Fingertipp wieder der Einkaufsliste hinzugefügt werden. Der Liste können übrigens jederzeit neue Waren hinzufügt werden. Die Auswahl ist alphabetisch sortiert, alternativ kann auch ein  Farbschema zur Orientierung genutzt werden. Gemüse und Obst sind beispielsweise grün gekennzeichnet, während Haushaltswaren gelb und Fleischwaren rot sind. Namen von unbekannten Waren, merkt sich die App nach der Eingabe. Die Einkaufsliste kann per E-Mail oder SMS an einen Empfänger aus eurem Adressbuch versendet werden. Zudem lässt sich die Einkaufsliste aus der App heraus ausdrucken. Wer möchte, kann eine Kopie der Liste anlegen.

In der Praxis gestaltet sich das Einkaufserlebnis wie folgt: Auf dem iPad (leider wird kein Querformat unterstützt) oder PC erstelle ich meine Einkaufsliste. Im Supermarkt zücke ich mein iPhone, starte die App und arbeite die Liste ab. So macht Einkaufen Spaß – der Einkaufswagen ist ruckzuck gefüllt. Gefühlt geht das Einkaufen wirklich schneller als sonst. Einziges Manko: Man muss sein iPhone ständig in der Hand halten. Cool wäre sicherlich eine Halterung für den Einkaufswagen. Nur müsste sich dann noch jemand ein Diebstahlsystem ausdenken. Noch besser wäre sicherlich ein „digitaler Einkaufswagen“ mit einem eingebauten Display und einer Zugriffsmöglichkeit auf die Einkaufslisten von „Buy me a pie“. Aber das ist ferne Zukunft.

Ach so, fast vergessen: Die Autoren haben Push-Benachrichtigungen integriert. Wenn an einer Liste Veränderungen vorgenommen werden, erhalten andere Personen, die Zugriff auf die Liste haben, eine Benachrichtigung. Man kann also mit mehreren Personen im Supermarkt ausschwärmen und die Einkaufsliste gemeinsam abarbeiten.

Fazit: Übersichtlich, praktisch und intuitiv – „Buy me a pie“ ist eine geniale App, die ich bereits mehrfach beim Einkaufen eingesetzt habe. Wer seine Einkäufe systematisieren oder besser organisieren möchte, erhält ein modernes und praktisches Hilfsmittel fürs Einkaufen. Wünschenswert wäre es, wenn man eigene Kategorien zur Orientierung erstellen könnte. Außerdem würde ich gerne Artikel in der Liste an eine andere Position verschieben und Markennamen gesondert eintragen können. Was zuletzt für ein 360-Grad-Shoppingerlebnis noch fehlt, ist eine App für Android.

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2 Responses to "Buy me a pie: Auf Beutezug im Supermarkt mit iPhone und digitaler Einkaufsliste"

  1. Peter sagt:

    Was bitte haben denn diese App-Berichte mit Ostfriesland zu tun?

    • Moin Peter, danke für deine Nachricht. Die Ausrichtung des Blogs wird künftig eine andere sein. Nicht mehr die Region Ostfriesland steht im Vordergrund, sondern die digitale Welt. Es wird aber weiterhin eine Rubrik für ostfriesische Themen geben, die ich hin und wieder mit hoffentlich interessanten Beiträgen füttern kann. Grüße, Helge

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