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Ostfriesische Schüler telefonieren nach Haus!

Bild: pixelquelle.de Ständige Erreichbarkeit – in unserer schnelllebigen Welt für die meisten Voraussetzung um mit anderen in Kontakt zu bleiben und den Erfordernissen des Alltags gerecht zu werden. Doch gilt das auch für Schüler? Diese Frage ist bundesweit umstritten und sorgt auch in Ostfriesland für Gesprächsstoff. Wie die Ostfriesenzeitung kürzlich berichtete, gelten beispielsweise an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich West klare Regeln: Jeder, der im Unterricht mit dem Handy erwischt wird, muss es abgeben und erhält es erst zurück, wenn seine Eltern es abholen. Schlechte Erfahrungen mit der Handynutzung haben Lehrer und Schüler des Gymnasiums am Treckfahrtstief in Emden gemacht. Schüler hatten ihr mobiles Telefon während des Unterrichts als versteckte Kamera benutzt, die Bilder kurz darauf im Internet veröffentlicht. Deshalb bleiben nun alle Handys zumindest während des Unterrichts ausgeschaltet – in den Pausen dürfen sie aber weiterhin benutzt werden. Gleiches gilt für das Teletta-Groß-Gymnasium und die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Leer sowie die Hauptschule Wildbahn in Norden. Auch die Lehrer der Kooperativen Gesamtschule Wiesmoor denken über ein Handyverbot nach.

An allen Schulen stellt sich jedoch die Frage der Durchsetzbarkeit. Der Ansatz, das Handy während des Unterrichts zu verbieten ist sinnvoll, da die Kontrolle durch den Lehrer in den meisten Fällen gegeben sein dürfte. Ein generelles Handyverbot an Schulen wird hingegen nur schwer durchsetzbar sein – zumindest wenn Schüler und Lehrer keine amerikanischen Verhältnisse, mit Leibesvisitationen und Metalldetektoren haben wollen. Somit heißt es zumindest in den Pausen auch weiterhin: „Ostfriesen telefonieren nach Haus!“

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