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Angefasst und angehört: Der Sonos Play:1 in den Händen eines Ostfriesen

Sonos Play1 Ostfriesenblog Weihnachten Test

Vorweihnachtliche Bescherung: Der Play:1 – angeschaut und ausgetestet auf Ostfriesenblog.de

Wer sich mit Multi-Room-Audio-Lösungen beschäftigt, also mit dem Abspielen von Musik in mehreren Räumen, stößt bei seiner Recherche unweigerlich auf den Anbieter Sonos. Dessen System aus Wireless-HiFi-Lautsprechern und Audiokomponenten ist schon seit einigen Jahren auf dem Markt und umfasst mittlerweile eine ganze Palette an miteinander kommunizierenden Geräten. Vor Kurzem hat die Sonos-Familie mit dem „Play:1“ attraktiven Nachwuchs erhalten. Mit einem Preis von 199 Euro ist der Play:1 zwar nicht unbedingt preiswert, doch im Vergleich zu den großen Brüdern „Play:3“ (299 Euro) und „Play:5“ (399 Euro) ein attraktives Einstiegsmodell. Für den ebenso zur Familie gehörenden Subwoofer „SUB“ und eine Soundbar mit der Bezeichnung „Playbar“ sind sogar noch einige Hunderter mehr zu entrichten.

Ich selbst verfüttere bei mir zu Hause mit dem Sonos-Gerät „Connect“ meine MP3-Sammlung an meinen AV-Receiver, der die Musik ganz klassisch im Wohnzimmer über Boxen von Canton ausspeist. Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, das Sonos-System um weitere Komponenten zu erweitern und vor allem im Badezimmer Sonos-Feeling aufkommen zu lassen.  Daher habe ich mir nun mit dem Play:1 ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gegönnt. Über meine Erfahrungen berichte ich in den folgenden Zeilen.

Mein erster Wow-Ausruf ertönte bereits beim Auspacken des Play:1 aus der schicken Verpackung: Der Lautsprecher mit den Maßen 16x12x12 cm (Höhe, Breite, Tiefe) besteht aus einem hochwertigen Aluminium-Gehäuse und wiegt satte zwei Kilogramm. Ein Gewicht, das die Wertigkeit m. E. unterstreicht und beim Aufstellen für sicheren Halt sorgt. Ich habe mich beim Kauf für den schwarz lackierten Lautsprecher entschieden, alternativ kann man den Play:1 auch in weiß erhalten.

Unter der Haube, aber nicht unter der Dusche: der Play:1

Schauen wir uns das Gerät näher an: Auf der Unterseite befindet sich der Einschub für den Netzstecker, auf der Rückseite ein Ethernet-Anschluss sowie eine Aussparung für eine von Drittanbietern separat zu kaufende Wandhalterung. Auf der Vorderseite befinden sich ein Play-/Pause-Button, ein Lauter-/Leise-Schalter sowie eine kleine Statusleuchte. Einen Netzschalter sucht man wie bei allen anderen Sonos-Komponenten vergebens – ein Unding in Zeiten steigender Stromkosten. Ein Innenleben gibt es natürlich auch, hier zitiere ich aus dem Datenblatt mit den technischen Spezifikationen: zwei digitale Verstärker der Klasse D, ein Hochtöner und ein Mitteltöner. Was das genau bedeutet? Keine Ahnung, ich bin schließlich kein Hifi-Spezialist und müsste mich erst mal einlesen. Aber so viel sei schon mal verraten: Diese Ausstattung sorgte bei mir beim Austesten für den nächsten Wow-Ausruf!

Da ich zu den sicherlich wenigen Menschen auf diesem Planeten gehöre, die über keinen LAN-Anschluss im Badezimmer verfügen, stellt sich die Frage, wie die Musik zum Play:1 gelangt. Die Antwortet lautet: kabellos. Eine der Besonderheiten ist das Sonos-eigene drahtlose Netz, in das sich die Geräte der Sonos-Familie nahezu automatisch einklinken. Aufgebaut wird das proprietäre Netz durch die Sonos „Bridge“, die an einen handelsüblichen Router angeschlossen wird. Die Bridge kostet regulär 49 Euro, bis zum 31.12.2013 gibt es sie beim Kauf eines Play:1 kostenlos aus Dreingabe von Sonos dazu.

Kommen wir zu den Inhalten: Befindet sich die Play:1 im Sonos-Netz, können Audio-Inhalte von PC, Smartphone, Tablet, Home-Server oder der Netzwerkfestplatte über den Play:1 wiedergegeben werden. Dies können beispielsweise MP3-/FLAC-Dateien, Internet-Radio-Streams oder Streaming-Angebote wie Spotify oder Simfy sein. Gesteuert wird das Sonos-System über eine kostenlose Controller-App für Android und iOS. Zudem gibt es Software für MacOS und Windows-PC und einen speziellen Hardware-Controller mit Touch-Screen von Sonos, der aber nicht mehr verkauft wird. Bei mir steht das mit seinerzeit über 300 Euro sündhaft teure Gerät seit zwei Jahren in der Ecke rum. Ärgerlich, wenn man bedenkt, dass man für das Geld heute eine weitere Sonos-Komponente hätte kaufen können.

Sonos_Play1_Ostfriesenblog_Controller_Software

Musikgenuss über das Sonos-System zeitgleich im Badezimmer und Wohnzimmer. Beide Räume lassen sich individuell oder gemeinsam ansteuern.

Um es kurz zu machen: Der Sonos Play:1 klingt bombastisch und sorgt auf zehn Quadratmetern Fläche im Bad für einen ordentlichen Wumms. Die Stimmen klingen auch für nicht geschulte Audiophilisten wie mich absolut kristallklar. Der Lautsprecher strahlt nach meinem Empfinden auch nach links und rechts ab, sodass man bei der Aufstellung flexibel ist. Den Ton gibt es allerdings nur in Mono, was mich persönlich aber nicht stört. Wer Stereo möchte, kann einen zweiten Play:1 dazustellen und beide Geräte in der Sonos-Software mit wenigen Klicks miteinander koppeln.

Großartige Kombo: Zwei Play:1 im Zusammenspiel

Von einem Freund habe ich mir testweise einen zweiten Play:1 besorgt und bei einem meiner Badewannen-Aufenthalte ins Badezimmer gestellt. Lieber Leser, ich wollte gar nicht mehr aus der Badewanne raus! Ernsthaft, wer einmal zwei Play:1 liiert hat, wird nie und nimmer eine Scheidung in Betracht ziehen, da mag kommen was will. Ich muss daher ganz klar festhalten, dass der Play:1 erst durch einen zweiten Play:1 zu einem vollwertigen Musiksystem wird. Ein Ersatz für eine gute Stereoanlage ist er allein definitiv nicht, wenngleich er für eine Badezimmer- oder Küchenbeschallung vollkommen ausreichend ist.

Sonos Play1 Ostfriesenblog Badezimmer

Passt perfekt ins Badezimmer: Der Play:1 von Sonos.

Wer noch mehr herauskitzeln möchte, kann die beiden Play:1 mit dem Sub kombinieren und den Bass über den Sonos-Subwoofer ausgegeben. Ich selbst habe dieses Setup noch nicht testen können, für eine Badezimmer-Konfiguration ist das auch too much, zumal die Feuchtigkeit im Badezimmer dem Sub sicherlich nicht gut tun würde – zumindest bei Langduschern wie mir. Schweren Herzens musste ich mich wieder von dem zweiten Play:1 trennen. Kurz habe ich mit dem Gedanken gespielt, meiner Ehefrau ein weiteres Weihnachtsgeschenk zu kaufen. Aber nur kurz – erst mal gibt es keinen weiteren Play:1. Das macht aber nichts, denn ab sofort werde ich dank der programmierbaren Weckerfunktion in der Sonos-Software morgens beim Betreten des Bades vollautomatisch mit dem Radioprogramm meiner Wahl begrüßt. Dazu reicht ein Sonos Play:1 völlig aus.

Fazit meines Sonos Play:1-Tests

Der Play:1 ist ein toller Einstieg in die Welt von Sonos. Er ist aufgrund seiner geringen Maße flexibel in den eigenen vier Wänden einsetzbar und aufgrund der kompakten Bauweise auch für Feuchträume wie das Badezimmer geeignet. Beeindruckend ist die hochwertige Anmutung des Lautsprechers, absolut überzeugend der Klang. Die Kombination mit einem zweiten Play:1 hebt das Hörvergnügen nochmals stark an: das Badezimmer wird mit zwei Play:1 zur Wellness-Oase für die Ohren. Punktabzug gibt es für das Fehlen eines Netzschalters. Ich habe einen meiner programmierbaren Smarthome-Zwischenstecker in die Steckdose gesteckt und stelle den Play:1 so zeitgesteuert an- und aus.

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