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Durchatmen in Ostfriesland – Boden ungeeignet für radioaktive Abfälle

Große Gebiete Norddeutschlands eignen sich als Atommüll-Endlager. Das ist – etwas verkürzt dargestellt – das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Im Auftrag der Bundesregierung untersuchten die Wissenschaftler, an welchen Orten sich möglicherweise radioaktive Abfälle sicher lagern lassen. Von Interesse waren dabei vor allem Tongesteinsschichten, die mindestens 100 Meter dick sind und 300 bis 1000 Meter tief liegen. Diese Beschaffenheit weist der ostfriesische Boden glücklicherweise aber nicht auf. Die Atommüll-Endlagerung findet somit weiterhin außerhalb der Landesgrenzen Ostfrieslands statt. Besonders gut geschaffen für die Deponierung des strahlenden Unrats ist übrigens der Raum um Hannover. Eine Tatsache, die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sicherlich erfreut. Denn Niedersachsens ehemaliger Ministerpräsident hat mit den Niedersachsen seit 2003 womöglich noch eine Rechnung offen…

… die er auf diese Weise aber sicherlich nicht begleichen wird. Der Hintergrund der Studie ist ein anderer: Auftraggeber der Studie ist die Bundesregierung. Und die Bundeskanzlerin und die Damen und Herren Minister suchen dringend einen geeigneten Ort, um atomare Abfälle einzulagern. Denn die Bundesregierung ist von Gesetz her dazu verpflichtet, den Müll in einem sicheren Endlager unterzubringen. Als Ruhestätte war dafür ein unterirdischer Salzstock bei Gorleben vorgesehen. Doch seit 2000 ruht die Erkundung des Salzstocks, um „konzeptionelle und sicherheitstechnische Fragen zur Endlagerung“ zu klären. Da ist es auch gar nicht überraschend, dass die Studie zu dem Schluss kommt, dass sich Salzgesteinschichten wie in Gorleben aufgrund verschiedener Aspekte besser für die Lagerung atomarer Rückstände eignen als beispielsweise Tongesteinsschichten. Auf der anderen Seite ist die Studie ein gefundenes Fressen für die Gorleben-Gegner, denn denen schweben natürlich nun alternative Lagerungsstätten vor. Aber wen interessiert das schon in Ostfriesland.

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