4

Kein Web 2.0 in Ostfriesland: Das Twittern lässt die Ostfriesen kalt

Web 2.0 ist der aktuelle Modebegriff für alle Webdienste, bei denen Vernetzung, Kommunikation und der sogenannte User-Generated-Content im Vordergrund stehen. Ein ganz neues und äußerst populäres Modell stammt von www.twitter.com. Twitter lässt sich mit „Gezwitscher“ oder „Geschnatter“ ins Deutsche übersetzen. Nach dem Motto „Was machst du gerade?“ beschreiben die Twitter (das sind die Personen, die twittern) innerhalb von 140 Zeichen, womit sie gerade beschäftigt sind. Wer also gerade eine Kuh gemolken hat, teilt dies unmittelbar danach durch eine SMS-ähnliche Botschaft mit; wer gerade einen Tee genießt und dabei am PC sitzt, kann auch in Realtime über dieses Ereignis berichten. Twitter verschicken ihre Texte über das Web, via Messenger oder per SMS. Andersherum können die Empfänger – das können Freunde und Bekannte, aber auch die ganze Welt sein – das Gezwitschere über diese drei Kanäle empfangen. Mehr als 100.000 Twitter-Nutzer rund um den Globus gibt es bereits, die Zahl der aktiven Twitterer steigt kontinuierlich an. Nur die Ostfriesen lässt der Trend scheinbar kalt…

… das zeigt nämlich ein Blick auf www.twittermap.com oder www.twittervision.com. Beides sind sogenannte Mashups. Wie der Name schon suggeriert, handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen Diensten. Twittermap.com und Twittervision.com zeigen nicht nur Twitter-Nachrichten, sondern basierend auf dem Kartenangebot von Google (Google Maps) auch die Orte, von denen Twitter-Nutzer ihre Botschaften in die weite Welt senden.

Während Twittervision nach dem Zufallsprinzip auf einer Weltkarte Twitter-Mitteilungen aus aller Welt anzeigt, lässt sich über Twittermap.com ein beliebiger Ort anzeigen. Wer hier beispielsweise eine Location in Ostfriesland wählt, bekommt den entsprechenden Kartenausschnitt angezeigt. Doch weder in Emden, Leer, Aurich oder im Rest Ostfrieslands gibt es scheinbar Twitter – zumindest nicht am heutigen Abend. Erst in Groningen/Niederlande und in der Nähe von Osnabrück finden sich aktive Twitter-Nutzer.

Ist die Abwesenheit von Twitter-Nutzern nun schlimm? Definitiv nein! Denn wen interessiert es, was der Ostfriese gerade macht. Und wer hat die Zeit, all diese Nachrichten zu versenden und auch noch zu lesen? Zudem bliebe bei 140 Zeichen für ein gepflegtes "Moin, Moin“ am Anfang einer Twitter-Nachricht kaum noch Platz für weitere Inhalte. Wie gut, dass es das Ostfriesenblog gibt. Denn das informiert doch ebenfalls aktuell und viel ausführlicher.

Comments

comments

Powered by Facebook Comments

Abgelegt in: Allgemein Tags: , , , ,

Get Updates

Share This Post

Related Posts

4 Responses to "Kein Web 2.0 in Ostfriesland: Das Twittern lässt die Ostfriesen kalt"

  1. Fokke sagt:

    Aha, nun weiß ich zumindest, was Twittern ist. Danke!

  2. alp sagt:

    Naja, aber daraus gleich ein “Kein Web2.0 in Ostfriesland” in der Überschrift zu machen, ist schon übertrieben ;-) . Bloggen und flickrn ist eher “Web2.0″ (und dabei auch sinnvoller). Und das tun durchaus einige Ostfriesen, soweit ich das mitbekommen habe ….

  3. helge sagt:

    Hey, mit der Überschrift weckt man Interesse und polarisiert. :-) Bestes Beispiel für “Web 2.0″ ist ja Wikipedia, Bloggen und flickrn machen aber auch viele, das stimmt schon. Das ist auch sinnvoller als Twittern.

Leave a Reply

Submit Comment

© 2017 Ostfriesenblog.de. All rights reserved.