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Smarthome von RWE: Fenster- und Türsensor im Praxiseinsatz

Vor einigen Tagen habe ich in meinem Zuhause weitere Smarthome-Komponenten installiert. Zur Erinnerung: Mit dem System lassen sich Teile der Hauselektronik – beispielsweise das Licht, Rollladen oder die Stromzufuhr für elektrisch betriebene Gerätschaften  – automatisiert und zentral steuern. In einem früheren Blogbeitrag habe ich die Inbetriebnahme der Zentrale und der funkgesteuerten Heizkörperthermostate beschrieben. Eine Konfiguration, die bis heute zuverlässig ihren Dienst bei mir verrichtet.

Klein aber oho: Die beiden Elemente des Fenstersensors von RWE Smarthome.

Nun habe ich mein System testweise um drei Fenster- und Türsensoren erweitert. Diese übermitteln der Smarthome-Zentrale, ob Türen und Fenster offen oder geschlossen sind. Die Funktionsweise ist ziemlich einfach: Das Gerät besteht aus zwei kleinen, relativ unauffälligen Teilen, die jeweils am Fensterflügel und am Fensterrahmen montiert werden. Mit Hilfe eines magnetischen Kontaktes registriert der eingebaute Sensor den Zustand von Fenster und Tür und übermittelt diesen an die Smarthome-Zentrale, die den Zustand wiederum auf die App überträgt und dort anzeigt. Wenn ich unterwegs bin, weiß ich also, ob die Fenster und Türen in meinem Zuhause offen oder geschlossen sind. Coole Sache – RWE nennt dies, ich lasse das unkommentiert, einen „verbesserten Einbruchschutz“.

Aber zu diesem Zweck habe ich mir die Sensoren natürlich nicht zugelegt. Viel spannender und sinnstiftender ist die Verknüpfung der Fenstersensoren mit den Heizungsthermostaten, die sich in der Software über einen Schieberegler in Sekundenschnelle herstellen lässt. Dabei wird automatisch ein Profil angelegt, das die Heizung sofort oder mit Verzögerung ausstellt, wenn das Fenster offen ist. Wird das Fenster geschlossen, geht die Heizung wieder an. Eine ideale Lösung, um den Energieverbrauch zu senken und Heizkosten zu sparen.

Montage der RWE Smarthome-Fenstersensoren

Wie schon geschrieben, besteht der smarte Tür- und Fenstersensor von RWE aus zwei Teilen, darunter einem Magneten und einer Befestigungshalterung für den Sensor. Beide Elemente werden mit Hilfe von mitgelieferten Klebestreifen befestigt. Eine Bohrung für Schrauben ist also nicht nötig. Allerdings tendieren Fensterelemente nach meinem Kenntnisstand dazu, nachts oder auch im Winter stärker abzukühlen als der Rest eines Raumes. Dadurch entsteht Feuchtigkeit, die den Klebestreifen auf Dauer sicherlich arg zusetzen wird. Ich vermute, dass man die Klebestreifen, von denen lediglich zwei mitgeliefert werden, irgendwann austauschen muss.

Der Magnet wird am beweglichen Fensterflügel befestigt. Die Befestigungshalterung ist am ortsfesten Fensterrahmen zu montieren. Der Abstand zwischen den beiden Elementen darf nach Angaben von RWE nicht kleiner als acht Millimeter sein. Wenn beide Elemente mit dem Fenster eins geworden sind, werden die mitgelieferten Batterien in die Elektroeinheit des Türsensors gelegt und die Befestigungshalterung geschlossen.

Eigentlich ganz einfach. Aber: Es muss links, rechts, unterhalb oder oberhalb des Fensters genügend Platz sein, um die Elemente anzubringen. Bei einigen meiner Fenster ist schlichtweg zu wenig Platz für eine Montage, da der Abstand von beweglichem Fensterflügel zur Hauswand zu gering ist. Zudem sollte man darauf achten, dass man die beiden Elemente nicht auf der Seite des Fensters mit den Scharnieren anbringt. Sonst geht das Fenster natürlich nicht mehr ganz auf. Nicht, dass ich das gemacht hätte. Den Klebestreifen kann man übrigens mit Leichtigkeit durch leichtes Rubbeln mit dem Finger vollständig entfernen.

Nochmals zurück zum Thema Einbruchschutz: Wer die Smarthome-Rauchmelder bei sich montiert hat, kann diese mit den Fenstersensoren koppeln. Auch dies geschieht wieder über ein Profil: Wird das Fenster geöffnet, geht die Alarmanlage der Rauchmelder los. Das Alarm-Signal hat es wirklich in sich, insbesondere dann, wenn man mehrere der Rauchmelder miteinander gekoppelt hat. Jetzt muss der Einbrecher nur noch das Fenster regulär öffnen oder das Fenster so aufbrechen, dass der Rahmen bewegt wird. Ob das Einschlagen des Fensters einen Alarm auslöst? Tja, das verrate ich an dieser Stelle nicht.

Fazit

Abschließend noch einige Worte zur Zuverlässigkeit der Sensoren. Im Großen und Ganzen funktionieren sie sehr gut, hin und wieder wird der Zustand leider falsch wiedergegeben. Schwieriger als gedacht ist allerdings die Inbetriebnahme gewesen – der erstmalige „Handshake“ zwischen Zentrale und Sensor bei der Einrichtung kommt beispielsweise häufig erst durch mehrmaliges Öffnen und Schließen des Fensters zustande. Zudem musste ich mehrmals einen Reset an den Sensoren durchführen und diese neu einbinden, bis sie zuverlässig den Zustand des Fensters übermittelten. Das Zusammenspiel zwischen Sensor und Heizungsthermostat ist jedoch eine runde Sache, sodass ich mit dem Erwerb der Sensoren durchaus zufrieden bin. Ein weiterer Pluspunkt ist der WAF, der Woman Acceptance Faktor. Die beiden Elemente sind so klein, dass sie montiert an einem Fenster kaum auffallen. Ich musste meine Ehefrau sogar extra auf die angebrachten Sensoren hinweisen. Von alleine sind sie ihr nicht aufgefallen, was aber möglicherweise auch daran liegen könnte, dass sie nur Augen für mich hat…

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