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Aufruhr in Emden: Jesus runs for president?

Man habe aufrütteln wollen, hieß es hinterher. Die in den letzten Jahren niedrige Wahlbeteiligung von rund 16 Prozent habe dieses Mal deutlich erhöht werden sollen. Solche und ähnliche Rechtfertigungen ließen die neu gegründeten Jusos der Emder Fachhochschule in Anbetracht ihrer neusten Wahlkampfaktion verlautbaren: Nackt und mit einem Kreuz auf den Schultern hatte sich Juso-Kandidat Peter Jakobs auf Plakaten abbilden lassen. "Zwei Kreuze für mich" lautete die darunter stehende Botschaft. Anlässlich der am kommenden Dienstag stattfindenden Wahl zum Studierendenparlament hätten die Jusos provozieren aber nicht verletzen wollen, so die Begründung von Initiator Sebastian Arians.
Doch der Schuss ging gründlich nach hinten los. Von Empörung bis zu persönlicher Betroffenheit reichten die Reaktionen auf das umstrittene Plakat. Während Matthias Bullmahn, Vorsitzender der Fachhochschulgruppe im Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), die Aktion als "inakzeptabel" und "beleidigend für gläubige Christen“ titulierte, verwies Präsidentin Vera Dominke auf ein gewisses Maß an Pietät, das an der Fachhochschule eingehalten werden müsse. Deshalb ist in ganz Emden auch keines der gotteslästerlichen Plakate mehr zu sehen. Schon einen Tag nachdem die ersten Exemplare angebracht waren, hat die Hochschul- leitung ein Verbot gegen das weitere Aufhängen der Plakate erlassen. Ärgerlich, wenn man bedenkt, dass inzwischen der Wahlkampf der anderen Parteien ungebremst weiter gehen kann. Doch wie heißt es so schön: Besser schlechte Publicity als gar keine Publicity…

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2 Responses to "Aufruhr in Emden: Jesus runs for president?"

  1. Frankyboy sagt:

    Jusu=Jesus oder Jesus=Jusu könnte man vielleicht auch ketzerisch fragen …

  2. Helge sagt:

    Hi Franky, du meinst Jusos, oder? :-)

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