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Ostfriesische Vielfalt: Blühende Landschaften und mediale Textwüsten

Über blühende Landschaften fabulierte dereinst ein ehemaliger deutscher Bundeskanzler. Er hätte es ja eigentlich auch wissen müssen. Denn schließlich lässt bereits sein Name erahnen, dass er sich mit Gemüseanbau auskennt. Aber wie wir heute wissen, hat er wohl eher „Kohl geredet“ (Duden, umgangssprachlich für: Unsinn) und ein positiv behaftetes Synonym für den Begriff „Steppe“ gesucht. Und so dümpelt die Wirtschaft auch heute noch in vielen Teilen Ostdeutschlands vor sich hin, nach wie vor zahlen Steuerzahler zähneknirschend den Solidaritätszuschlag. Das einzige was in den neuen Bundesländern so richtig aufblüht, sind neben der Arbeitslosigkeit vor allem Gräser, Bäume und Blüten.

Eine ähnliche und vielfältige Flora bietet auch Ostfriesland, wo sich saftiges Wiesengrün und goldgelbe Felder einander die Hand reichen. Daneben existiert dort auf vergleichsweise kleiner Fläche eine besonders bunte Zeitungslandschaft…

Die größte Tageszeitung Ostfrieslands ist die Ostfriesen-Zeitung (OZ). Mit einer Auflage von über 40.000 erscheint die OZ sechsmal in der Woche als regionale Morgenzeitung. Es gibt vier Teilausgaben (Leer, Emden/Norden, Aurich und Rheiderland), der Hauptsitz der OZ liegt in Leer. Seit 2002 erscheint die OZ nach einer Fusion mit dem Rhauderfehner General-Anzeiger (RA) in der Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO).

Zum Verbreitungsgebiet des RA gehört das Overledingerland (Gemeinden Westoverledingen, Rhauderfehn, Ostrhauderfehn im süd-östlichen Landkreis Leer) und das angrenzende Oldenburger Land (Gemeinden Saterland, Apen, Barßel). Die Auflage des RA liegt bei etwa 10.000. General-Anzeiger und Ostfriesen-Zeitung enthalten einen identischen überregionalen Teil, den die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg liefert. Die Nordwest-Zeitung ist nämlich an der ZGO beteiligt.

Besonders traditionsreich ist der Ostfriesische Kurier (OK) aus der Stadt Norden. Im Jahr 1867 erschien die erste Ausgabe, in Norden und Umgebung (Gemeinden aus dem früheren Kreis Norden) ist das Blatt für zirka 15.000 Haushalte von Montags bis Samstags als Tageszeitung erste Wahl. Auch für die OK aus dem Verlag Soltau Kurier Norden steuert die Oldenburger Nordwest-Zeitung den überregionalen Teil bei.

Aus dem Verlagshaus Dunkmann stammen die Ostfriesischen Nachrichten (ON) mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Die ON hat ihre Leserschaft vor allem in Aurich und dem Brookmerland. Rund 10.000 Haushalte beliefert dagegen die Emder Zeitung, deren Verbeitungsgebiet sich neben Emden unter anderem auch auf die Gemeinden Krummhörn und Hinte erstreckt.

Weitere ostfriesische Tageszeitungen sind der Anzeiger fürs Harlinger Land, die Borkumer Zeitung, die Norderneyer Badezeitung und die Rheiderland-Zeitung. Pflichtlektüre für viele Ostfriesen ist auch das monatlich erscheinende Ostfriesland Magazin. Diverse Anzeigenblätter wie beispielsweise das Sonntagsblatt ergänzen die vielfältige Zeitungslandschaft Ostfrieslands.

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