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Total verliebt in das iPad Mini mit Retina-Display

Bild iPad Mini Retina und Herzchen.

Zum Verlieben: Das iPad Mini mit Retina-Display.

Auf ein Gerät bin ich in den letzten Monaten richtig heiß gewesen: das iPad Mini. Wann immer ich einen Saturn- oder Media-Markt aufsuchte, begab ich mich schnurstracks zum Apple-Corner und spielte dort ein wenig mit dem iPad Mini herum. Apples geschrumpftes iPad fand ich einfach nur genial, war es doch klein, kompakt und vor allem leicht. Ideale Voraussetzungen für die Nutzung unterwegs. Nur das fehlende Retina-Display schreckte mich vor einem Kauf ab, denn im Vergleich zu meinem iPad der 3. Generation wirkte die Schrift auf dem iPad Mini unscharf. Für mich als Bildschirm-Anbeter und digitale Leseratte war das ein No-Go. Wer sich einmal an die hohe Auflösung des Retina-Displays gewöhnt hat, kann und will keinen Schritt mehr zurückgehen.

Insofern war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich mir Anfang Dezember das neue iPad Mini mit Retina-Display einverleibt habe. Für meine Frau war es überflüssiger Schnickschnack, mir gab es neue digitale Impulse und Anwendungsmöglichkeiten. Optisch unterscheidet sich die zweite Generation des iPad Mini nur marginal von seinem Vorgänger. Das überarbeitete iPad Mini ist 0,3 Millimeter tiefer und hat in der mir vorliegenden 3G-/LTE-Variante im Vergleich zum Vormodell an Gewicht zirka 30 Gramm zugelegt. Mit nunmehr 341 Gramm ist es dennoch ein Leichtgewicht. Die lediglich mit WiFi-Modul ausgestattete Variante bringt 308 Gramm auf die Waage.

Wesentlich wichtiger als der zu vernachlässigende Gewichtszuwachs ist hingegen das 7,9 Zoll große Retina-Display, welches eine Auflösung von 2048×1536 Pixeln bei einer Pixeldichte von 326ppi sorgt. 7,9 Zoll sind gleichbedeutend mit einer Diagonalen von 20,1 Zentimetern. Das ist für meine Anwendungsszenarien völlig ausreichend. Für die Hintergrundbeleuchtung des verbauten Displays auf IPS-Basis sorgen LEDs. Wie beim iPad Air sind Klang und Gefühl beim Wischen und Tippen am Anfang etwas irritierend, weil das Display aus einer Polymer-Kunststoff-Verbindung anstelle einer massiven Glasplatte besteht. Daran gewöhnt man sich aber recht schnell, das iPad Mini überzeugt wie das iPad Air durch eine tadellose hochwertige Verarbeitung.

Apple hat übrigens mittlerweile die Berichte von zahlreichen Tech-Bloggern bestätigt, dass im iPad Mini 2 die Menge der Farben im sRGB-Raum geringer ausfällt als beim großen Bruder, dem iPad Air. Im direkten Vergleich beider iPads kann man dies durchaus erkennen, wenn man darauf achtet. Ganz ehrlich: Wenn ich die Berichte nicht gelesen hätte, wäre mir das nicht aufgefallen. Mich stören die fehlenden Farben nicht, Fotos lassen sich auf dem iPad Mini 2 meines Erachtens hervorragend präsentieren. Aber wer gerne nach der Nadel im Heuhaufen sucht…

Dank des eingebundenen Retina-Displays ist die Schrift beim iPad Mini auf jeden Fall gestochen scharf. Im Vergleich zur ersten Generation ermüden die Augen auch nach intensiver Nutzung nicht mehr. Das Lesen von E-Mails, Webseiten, Zeitungen und Zeitschriften macht daher auf dem iPad Mini besonders viel Spaß.

Verbaut hat Apple wie beim iPad Air den A7 Prozessor, der auf 64-bit-Anwendungen ausgelegt ist und von einem Co-Prozessor namens „M7 Motion“ unterstützt wird. Letzterer unterstützt den Hauptprozessor, indem er Bewegungen des iPhones erfasst und die Bewegungsdaten auswertet. Dadurch wird der Hauptprozessor entlastet und der Energiekonsum von Apples Handy reduziert. Wenn der M7 über die mit ihm verbundenen Sensoren beispielsweise erkennt, dass man Auto fährt, wird die automatische Suche nach WLAN-Netzen eingestellt. Apropos Akku-Laufzeit: Bei mir hält der Akku bis zu 11 Stunden, abhängig von der Nutzung. Wer häufig Videos schaut und zockt, wird das kleine iPad häufiger aufladen müssen als jemand der nur ein wenig auf Webseiten surft, Musik hört und Bücher liest. Zudem ist der Stromverbrauch höher, wenn man viel unterwegs ist – zumindest dann, wenn man 3G/LTE nutzt oder permanent nach WLAN-Netzwerken sucht. Neu integriert hat Apple auf der Rückseite des iPad Mini ein zusätzliches Mikrofon. Ansonsten haben sich die Spezifikationen nicht nennenswert verändert. Die iSight-Kamera auf der Vorderseite bietet nach wie vor 5 Megapixel und kommt ohne Blitzlicht aus.

Das iPad Mini ist ab 389 Euro erhältlich. Dafür erhält man die Ausführung mit 16GB Speicher und WiFi-Modul. Mit 3G-/LTE-Unterstützung zahlt man 120 Euro mehr. Speicheraufrüstungen auf 32, 64 und 128 Gigabyte kosten jeweils 90 Euro mehr.

Mein Fazit:

Das iPad Mini mit Retina-Display ist definitiv kein überflüssiger Schnickschnack. Es ist der perfekte Begleiter für unterwegs. Als Bindeglied in die digitale Welt ist das iPad Mini für mich ein Werkzeug, das ich stets gut verstauen kann und das ich schnell hervorholen kann. Ich persönlich finde es sogar besser als das große iPad, wenngleich das iPad Air durch das geringe Gewicht ebenfalls eine Option ist. Ausschlaggebend ist für mich jedoch die Größe: Das 7,9 Zoll Display ist für meine Anwendungsszenarien ausreichend groß.

Happig ist aber der Preis. Wer sich das iPad Mini zulegt, sollte sich aus meiner Sicht unbedingt die 3G-/LTE-Variante mit mindestens 32GB Speicher für 599 Euro zulegen. 16GB sind viel zu wenig, insbesondere wenn man mit dem Gerät häufig unterwegs ist.

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