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“Friesenolympiade”: Helgoland siegt, Ostfriesen Dritte

Straßenboßeln

Die Heimmannschaft von der Nordseeinsel Helgoland konnte bei der im Rahmen des 16. Friesentreffens auf Helgoland ausgetragenen "Friesenolympiade" den Gesamtsieg erringen. Die Lokalmatadoren verwiesen die Teams "Fryslân I" und "Ost-Friesland" auf die Plätze. Insgesamt hatten sich fünf Mannschaften aus Westerlauwers-, Ost- und Nordfriesland in drei Disziplinen gemessen: Tauziehen, Gibseln und Straßen-Boßeln.

Die Sieger wurden am Abend in der Helgoländer Nordseehalle geehrt. Dort überreichte der Helgoländer Bürgermeister Frank Botter den von der Gemeinde Helgoland gestifteten Wander-"Pokal": den Türknauf des historischen Rathauses. Der Wettkampf, bei dem der Spaß im Vordergrund steht, wurde nach 2004 zum zweiten Mal ausgetragen. Hauptorganisator Gary Funck bedankte sich abschließend bei den Beteiligten und Helfern.

Tauziehen

Während das Tauziehen eine althergebrachte Form des Kräftemessens im westlichen Friesland ist, die nach genauen Regeln durchgeführt wurde, stellt das Boßeln den "Nationalsport" in den östlichen friesischen Gebieten dar. Dabei müssen die Manschaften mit speziellen Boßelkugeln eine Strecke auf offener Straße mit möglichst wenigen Würfen überwinden bzw. eine längere Strecke als der Gegner zurücklegen. Im Rahmen der Spiele auf Helgoland wurde eine den Gegebenheiten angepasste Variante des Sports verwendet.

Gibseln

Auch die Nordfriesen steuerten mit dem "Gibseln" ihre "Nationalsportart" bei. Dieses Spiel wird mit Holzstöcken ausgetragen, die in verschiedenen Methoden gegen den Widerstand der gegnerischen Mannschaft möglichst weit fort geschleudert werden müssen.

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2 Responses to "“Friesenolympiade”: Helgoland siegt, Ostfriesen Dritte"

  1. Frank sagt:

    Muß man beim Gibseln den Gegner treffen? Habt ihr da mal Regln für? Hab davon noch nie was gehört. Grüsse Frank

  2. Termo sagt:

    Nein, man muss einen kleinen Stock möglichst weit von einem Ausgangspunkt entfernen. Pro Person gibt es drei Varianten dafür. Höhepunkt ist es, wenn der Spieler den kleinen Stock auf dem großen tänzeln lassen muss, bevor er ihn wegschlägt. Die Mannschaft im Feld kann immer versuchen den kleinen Stock zu fangen und zurückzuwerfen… Ich fürchte, es würde den Rahmen sprengen hier. Nach den Regeln am Besten mal beim Nordfriesischen Verein oder bei der Friiske Forining fragen.

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