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Wie es damals wirklich war in Ostfriesland: Friesischer Rundfunk veröffentlicht Online-Geschichtsbuch zur Entstehung des FRF

Lange angekündigt, verschoben und dann doch online gestellt. Seit heute gibt es auf den Internet-Seiten des Friesischen Rundfunks eine Art Geschichtsbuch, das die Leser über die „unendliche Geschichte des Friesischen Rundfunks“ informiert. Die FRF-Chronik berichtet nach Angaben der FRF-Macher über die Geburt und Anfänge des Friesischen Rundfunks, die Hindernisse und die Attacken anderer. Ein Buch, das zum Nachdenken anregen soll, zum Schmunzeln und auch zum Wundern. Und in der Tat finden sich in der Darstellung einige interessante Beiträge zum Werdegang des Fernsehsenders aus Ostfriesland. Leider wechseln sich informative Hintergründe recht häufig mit subjektiven Eindrücken des Chronisten und FRF-Besitzers Karl-Heinz Sünkenberg ab. Da erfährt der Leser etwas über aus Kummer weinende Zuschauer oder die einmal täglich an die FRF-Mitarbeiter ausgegebenen warmen Mahlzeiten. Da gibt es weinende Mitarbeiter und die vielen bösen Buben in Gemeinden, Feuerwehr und bei den Medien. Alle wollten sie dem FRF ans Bein, und alle sind sie gescheitert. Seht her, den FRF gibt es auch heute noch, will er uns wohl sagen, der Geschichtenerzähler Karl-Heinz Sünkenberg. Bekanntlich gibt ...

Siebenköpfige Schlangen und fliegende Mäuse: Ostfriese Albertus Seba schuf Europas größte Naturaliensammlung

Die kleine Ortschaft Etzel in der ostfriesischen Gemeinde Friedeburg ist vor allem wegen ihrer Salzstöcke bekannt. In riesigen Kavernen lagern Erdöl und Erdgas. Doch stolz sind die Einwohner vor allem auf die Herkunft des wohl bedeutendsten Naturaliensammlers des 17. und 18. Jahrhunderts. "Wir haben Albertus Seba nicht vergessen", sagt Ortsvorsteher Hartwig Conrads (SPD). Zu Ruhm sei Seba (1665-1736) zwar erst in Amsterdam gelangt. Die Wiege des Apothekers und Naturforschers stehe jedoch in Etzel, betont Conrads. Ein Platz mit einem Gedenkstein und eine Straße erinnern dort an den berühmtesten Sohn der Region. In der Kirche befinden sich zudem ein Taufbecken und zwei Gemälde, die Seba einst seiner Heimatgemeinde geschenkt hatte. "Er vergaß nie seine Etzeler", sagt Conrads. Neben seinen Schenkungen an die Kirchengemeinde hätte seine Familie…

Der sagenhafte Radbod: Historiker enttarnen Legenden um Friesenkönig – Zahlreiche Spuren in Ostfriesland

Axel Heinze, Leiter des Esenser Museums "Leben am Meer", am Radbodsberg in Dunum. Ein frühmittelalterlicher Grabhügel, ein Wäldchen und mehrere Straßen sind nach ihm benannt. Doch Geschichtswissenschaftler haben die meisten Legenden um den 719 n.Chr. gestorbenen Radbod inzwischen enttarnt. "Ich bezweifle, dass er jemals in Ostfriesland gewesen ist", sagt der Auricher Historiker Hajo van Lengen. Allerdings habe Radbod durch seinen vehementen Widerstand gegen die Christianisierung einen nachhaltigen Eindruck in der Bevölkerung hinterlassen. "In der Geschichtsüberlieferung ist er das friesische Pendant zu Karl dem Großen", sagt van Lengen. Fehlende schriftliche Aufzeichnungen aus der Zeit seiner Herrschaft machten die Spurensuche schwierig, betont indes Axel Heinze. Der Leiter des Museums "Leben am Meer" in Esens, das sich der Siedlungsgeschichte im Küstenraum widmet, hält den so genannten Radbodsberg im ostfriesischen Dunum nicht für das Grab des Friesenhäuptlings. Heinze: "Hier liegt er mit Sicherheit nicht. Es ist bis heute unklar, wo er starb." Auch die zeitliche Einordnung widerspreche der Legende von seiner letzten ...
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