List/Grid Tag Archives: ostfriesland

Der Wattenrat – Streitbarer Behüter ostfriesischer Natur und mit Vorsicht zu genießen

Das Watt – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2007. Dies sind die Abenteuer des Wattenrats, der mit ein paar Mann Besatzung seit mehreren Jahren unterwegs ist, um den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und seine angrenzenden Gebiete in Ostfriesland und Friesland zu erforschen und zu retten. Der Wattenrat – eine Institution die kaum ein Mensch zuvor gesehen und gehört hat. Zeit also, das zu ändern. Noch nicht ganz so alt wie die Welt von Star Trek und Raumschiff Enterprise ist der Wattenrat. Er ist ein lockerer Zusammenschluss von Naturschutz-Interessierten aus der Region Ostfriesland und den angrenzenden Gebieten einschließlich der Niederlande. Hervorgegangen ist er aus der „Konferenz der Natur- und Umwelschutzverbände Ost-Friesland“, die bereits 1979 von verbandsunabhängigen Natur- und Umweltschützern aus Ostfriesland und Umgebung gegründet wurde. Die Mitglieder der Konferenz recherchierten …

Arzt Dr. Martin kommt zu den Ostfriesen – Neue ZDF-Serie spielt in Ostfriesland

Am heutigen Mittwoch startet das ZDF um 20.15 Uhr die sechsteilige Fernsehserie „Dr. Martin“. Hauptprotagonist ist Dr. Martin Hellberg. Der Arzt, gespielt von Tatort-Kommissar Axel Milberg, stammt aus einer deutschen Großstadt. Berufsbedingt verschlägt es ihn nach Ostfriesland. Und so wird er in dem verschlafenen Küstenstädtchen Neuharlingersiel zum stets auf das Patientenwohl bedachten Landarzt. Umgeben vom eigentümlichen Ostfriesen-Völkchen kommt es schnell zu kulturellen Missverständnissen, skurrilen Abenteuern und einer blutigen Nase… Die Wurzeln der neuen Serie liegen wie bei der erfolgreichen ProSieben-Serie „Stromberg“ in England. Dort ist die Serie unter dem Namen „Doc Martin“ bekannt und ein Quotenhit. Wie wir aber alle wissen, lässt sich über den Geschmack der Engländer trefflich streiten. Für den deutschen Markt wurde die Serie etwas verändert, soll aber dennoch nah am Original bleiben. Man darf also gespannt sein, welche Ostfriesen-Klischees sich die Regisseure der Serie herausgepickt haben. Das ZDF veranstaltet zum Start der Serie übrigens eine nette Bildaktion. Die Besucher und Leser der ZDF-Webseite sind aufgerufen, ihre schönsten Fotos aus ...

Der schiefe Turm von Suurhusen

Bekannt für seine Rekorde ist Ostfriesland schon: Land der Teetrinker, Weltmeister im Boßeln – man könnte die Liste beliebig lang fortsetzen. Doch – wer hätte das gedacht – auch vor der Architektur macht das Land fern der A 31 keinen Halt: Der schiefste Turm der Welt steht nicht etwa in Pisa …

Zugemüllt in Wittmund

Ein Königreich für eine ausreichend große Mülltonne – dies denkt sich wahrscheinlich so mancher Wittmunder. Denn, wie die Ostfriesenzeitung berichtet, sind in den letzten Wochen vermehrt Beschwerden beim Abfallamt des Landkreises Wittmund eingegangen. Ärgernis ist auf der Straße herumliegender Müll: er fällt aus den Tonnen, wenn die Müllabfuhr diese in ihr Auto entleert. Insbesondere Katzenstreu und Asche ließen sich nur unter Mühen zusammen fegen. Doch eine Sache erwähnen die Beanstander nicht: Dass die Tonnen oftmals überfüllt sind, der Müll bis weit über den Tonnenrand hinausragt. Rein rechtlich sind die Müllarbeiter nicht verpflichtet, diese Tonnen überhaupt zu entleeren. Dass sie es dennoch tun, sollte ihnen hoch angerechnet werden. Und wer damit nicht zufrieden ist, für den gilt: einfach eine größere Tonne besorgen…

Maifeiern in Ostfriesland: Hoch, die Fichten und Tannen!

Bei den sommerlichen Temperaturen der letzten Tage mag man es kaum glauben, doch es ist wahr: Übermorgen beginnt wirklich erst der Mai. Und da die Ostfriesen jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um ihrem Brauchtum zu frönen, dürfte heute abend wieder einiges am Deich los sein. Da ziehen die Plattprooter aus, um zu tanzen, sich mehrere Bierchen zu genehmigen oder einfach nur zu feiern. Andere sieht man einem mit Fahnen und seltsamen Abzeichen bestückten Holzmast huldigen. Wieder andere ziehen spät in der Nacht durchs Dorf, um eben diesen Holzmast auszubuddeln und an einen anderen Ort zu beförden. Ganz klar drängt sich die Frage auf: Was ist da wieder los, bei die Fischköppe? …

Ostfriesische Vielfalt: Blühende Landschaften und mediale Textwüsten

Über blühende Landschaften fabulierte dereinst ein ehemaliger deutscher Bundeskanzler. Er hätte es ja eigentlich auch wissen müssen. Denn schließlich lässt bereits sein Name erahnen, dass er sich mit Gemüseanbau auskennt. Aber wie wir heute wissen, hat er wohl eher „Kohl geredet“ (Duden, umgangssprachlich für: Unsinn) und ein positiv behaftetes Synonym für den Begriff „Steppe“ gesucht. Und so dümpelt die Wirtschaft auch heute noch in vielen Teilen Ostdeutschlands vor sich hin, nach wie vor zahlen Steuerzahler zähneknirschend den Solidaritätszuschlag. Das einzige was in den neuen Bundesländern so richtig aufblüht, sind neben der Arbeitslosigkeit vor allem Gräser, Bäume und Blüten. Eine ähnliche und vielfältige Flora bietet auch Ostfriesland, wo sich saftiges Wiesengrün und goldgelbe Felder einander die Hand reichen. Daneben existiert dort auf vergleichsweise kleiner Fläche eine besonders bunte Zeitungslandschaft…

High-Tech made in Ostfriesland: Enercon kratzt an der 2 Milliarden Euro Marke

Ostfriesland gilt gemeinhin als strukturschwache Region. Die Arbeitslosigkeit betrug Ende 2006 mehr als 11 Prozent. Viele junge und gut ausgebildete Menschen verlassen Ostfriesland, ältere Menschen im Seniorenalter ziehen dagegen hinzu. Ein Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft, hinzu kommen der Fisch- und Krabbenfang sowie der Tourismus. Riesige Industrieansammlungen sucht man vergeblich. Allein in Emden gibt es mit dem Volkswagenwerk einen der wichtigsten, größten und bekanntesten Arbeitgeber in der Region. Weitere bedeutsame Unternehmen sind die außerhalb Ostfrieslands liegende Meyerwerft in Papenburg oder der größte deutsche Windenergieanlagen-Hersteller Enercon aus Aurich. Und der hat ganz aktuell beeindruckende Zahlen bekannt gegeben: 1.9 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2006, Tendenz steigend. Doch bedeuten diese Zahlen auch Wohlstand für die Region? Wohl kaum, zumindest aber …

Kein Web 2.0 in Ostfriesland: Das Twittern lässt die Ostfriesen kalt

Web 2.0 ist der aktuelle Modebegriff für alle Webdienste, bei denen Vernetzung, Kommunikation und der sogenannte User-Generated-Content im Vordergrund stehen. Ein ganz neues und äußerst populäres Modell stammt von www.twitter.com. Twitter lässt sich mit „Gezwitscher“ oder „Geschnatter“ ins Deutsche übersetzen. Nach dem Motto „Was machst du gerade?“ beschreiben die Twitter (das sind die Personen, die twittern) innerhalb von 140 Zeichen, womit sie gerade beschäftigt sind. Wer also gerade eine Kuh gemolken hat, teilt dies unmittelbar danach durch eine SMS-ähnliche Botschaft mit; wer gerade einen Tee genießt und dabei am PC sitzt, kann auch in Realtime über dieses Ereignis berichten. Twitter verschicken ihre Texte über das Web, via Messenger oder per SMS. Andersherum können die Empfänger – das können Freunde und Bekannte, aber auch die ganze Welt sein – das Gezwitschere über diese drei Kanäle empfangen. Mehr als 100.000 Twitter-Nutzer rund um den Globus gibt es bereits, die Zahl der aktiven Twitterer steigt kontinuierlich an. Nur die Ostfriesen lässt der Trend scheinbar kalt…

Durchatmen in Ostfriesland – Boden ungeeignet für radioaktive Abfälle

Große Gebiete Norddeutschlands eignen sich als Atommüll-Endlager. Das ist – etwas verkürzt dargestellt – das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Im Auftrag der Bundesregierung untersuchten die Wissenschaftler, an welchen Orten sich möglicherweise radioaktive Abfälle sicher lagern lassen. Von Interesse waren dabei vor allem Tongesteinsschichten, die mindestens 100 Meter dick sind und 300 bis 1000 Meter tief liegen. Diese Beschaffenheit weist der ostfriesische Boden glücklicherweise aber nicht auf. Die Atommüll-Endlagerung findet somit weiterhin außerhalb der Landesgrenzen Ostfrieslands statt. Besonders gut geschaffen für die Deponierung des strahlenden Unrats ist übrigens der Raum um Hannover. Eine Tatsache, die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sicherlich erfreut. Denn Niedersachsens ehemaliger Ministerpräsident hat mit den Niedersachsen seit 2003 womöglich noch eine Rechnung offen…

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön…

US-amerikanische Zustände in Ostfriesland. Wie die Ostfriesenzeitung heute berichtete, hat ein Oldenburger in Aurich eine ostfriesische Reederei auf Schmerzensgeld verklagt. Auslöser: Bei der Überfahrt auf eine ostfriesische Insel erlitt der Passagier bei der Fähren-Abfahrt beim Ertönen des Signalhorns einen Hörsturz. Satte 5.000 Euro Schmerzensgeld wollte der Ooldenbuuricher (saaterfriesisch! – Temmo, lob mich mal) für materielle und immaterielle Schäden haben. Doch das Gericht wies die Forderung ab, die Körperverletzung sei nicht schuldhaft zustande gekommen. Schade eigentlich, denn so mancher Ostfriese hätte bei einem Schuldspruch sicherlich gerne die umliegenden Krankenhäuser verklagen wollen. Das Martinhorn von Krankenwagen ist mit zirka 120 Dezibel nämlich lauter als ein Düsentriebwerk und hat schon so manchen stillen Zeitgenossen in den Wahnsinn getrieben.
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